Spielform des Verbrechensfilms, die auf die peinlichen Lebensbedingungen und flüchtigen menschlichen Beziehungen innerhalb eines Gefängnisses eingeht.
Manche dieser Filme widmen sich auch den Schwierigkeiten von Strafentlassenen, wieder in der Gesellschaft Fuß zu fassen.
Im Gefängnisfilm bevorzugt der Zuschauer normalerweise wie im Fluchtabenteuer die Insassen oder den einzelnen Gefangenen, der entweder unschuldig ist oder missbraucht wird.
Nicht selten überhöhen solche Filme auch das Gefängnis zu einem Sinnbild der Versklavung durch eigene Schwächen. In Wirklichkeit geht es dann um einen persönlichen Übergang: das Gefängnis wird zu einer Art Kloster (wie das Shawshank-Staatszuchthaus in Die Verurteilten).
Das Ringen des Eingesperrten zeigt sich in unterschiedlicher Form - vom Aufbegehren des Einzelnen gegen das System bis zum rein innerlichen Kampf.
Nicht selten wird auch gezeigt, wie parallel zu Reform- und Rehabilitationsbemühungen das Verbrechen in den Gefängnissen freie Bahn hat.
Der Gefangene von Alcatraz, Der Unbeugsame, Der Kuss der Spinnenfrau