Judith Muskalla

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Kurzbiografie

 

Geboren 1969 in München / Aufgewachsen in München, Genf (CH) und Augsburg

 

1989 Abitur / 3 Jahre Begabtenförderung und vorgeschlagen für ein Stipendium der „Studienstiftung des Deutschen Volkes“

 

1991 Schauspielausbildung an der „Hochschule für Musik und Darstellende Kunst“ Bern (CH)

 

1995 Diplom

 

1995 Filmseminare bei M. Radford („Il Postino“) und M. Imhoof („Das Boot ist voll“)

 

1996 Gaststudium an der „HfG“ Karlsruhe bei B. Groys, C. von Barlöwen und P. Sloterdijk

 

 

 

Theaterengagements / Film und Fernsehen (Auswahl)

 

(1995 – 2003)

Staatstheater Karlsruhe, Kammerspiele München, Staatstheater Frankfurt, Schauspielhaus Wien, Junges Theater Göttingen

sowie Film: Die wilden Kerle, 2003 und Fernsehen (Tatort, Fernsehfilme)

 

 

 

Eigene Produktionen (Theater)

 

„1001 – Arabische Zahlen in der Nacht“ Text & Konzept, 1994

„Olav“ mit „Theater Brösk“ (CH) Text & Konzept, 1995

„Tee? Nein, Wodka will ich!“ nach Daniil Charms, Konzept, 1998

„1. Münchner Kriminacht für Kinder“ Text & Konzept, 2002

 

 

 

Texte

 

„Saft“, Theaterstück (nicht publiziert)

„Aufschrei – Ein Würfelspiel“, Theaterstück (nicht publiziert)

 

Co-Autorenschaft bei weiteren Theater- und Filmprojekten

 

 
 

ICH UND MARIE-LOU

 

 

Als einziges Kind wird Anna (16) zwischen ihren zerstrittenen Eltern aufgerieben, bis die Rettung in Gestalt der verführerisch lebendigen Marie-Louise (21) in ihr Leben tritt. Anna erlebt eine wilde Zeit des Aufbruchs und fällt aus allen Wolken, als sie entdeckt, dass Marie-Louise sehr tiefe Bindungen zu ihren Eltern geknüpft hat. Jedes Familienmitglied findet ein Stück vom verlorenen Glück mit Marie-Louise wieder und keiner bemerkt ihr doppeltes Spiel. Als die Bombe platzt verliert Anna mit einem Schlag alles. Oder ist sie am Ende doch die Gewinnerin in diesem Spiel?

 

 

Anna ist in der Pubertät. Mit dem Tod ihres Großvaters ist auch die Unbeschwertheit der gemeinsamen Indianerspiele aus ihrem Leben verschwunden. Als Erinnerung bleiben nur die schöne, alte Spiegelreflexkamera und das Häuschen in den Bergen.

 

Am vierzigsten Geburtstag der Mutter eskalieren die Streitereien. Der Vater zerhackt wütend den Geburtstagskuchen, den Anna mit so viel Mühe gemacht hat. Anna läuft verzweifelt und ziellos durch die verregnete Gebirgslandschaft.

 

Eine junge Frau nimmt sie per Anhalter mit: Marie-Louise. Auf dem Berggipfel schließen die beiden bei Blitz und Donner einen Pakt, sie wollen Schwestern sein.

 

Marie-Louise verwandelt Annas Leben. Endlich ist sie wieder ein Indianer, ein Großstadtindianer. 

Mit ihrer Spielernatur ist Marie-Louise aber immer auf der Suche nach Grenzen: Anna erfährt nicht, dass ihre Mutter sich von Marie-Louise nackt malen lässt und dass ihr Vater sich mitten in einer „amour fou“ mit der jungen Künstlerin befindet.

 

Anna will Photographin werden, „irgendwie“. Als Marie-Louise ihre geliebte Kamera vom Dach wirft, beginnt die Freundschaft zu bröckeln. Anna wird zunehmend misstrauisch und begibt sich alleine auf Spurensuche.

 

Als ihre Kamera durch Zufall wieder auftaucht, wird sie für Anna zum Instrument ihr Leben und ihre Ängste genauer unter die Lupe zu nehmen.

 

Die schmerzlichen Entdeckungen, die sie macht, katapultieren sie in eine neue, echte Welt. Es gelingt ihr, sich aus den Abhängigkeiten zu befreien und ihren Wünschen den Raum zu geben, den sie verdienen.