
präsentiert 2026
fünf Autor*innen | vier Serien | eine Challenge:
Entwickelt eine Serie im Austausch mit der Zielgruppe!
Zu jedem Serienstoff gibt es außerdem eine Serienbibel. Bei Interesse wenden Sie sich direkt an die Autor*innen oder an uns unter webfirst_lab@web.de.
DOWN TO F*CK
60 × 1,5 Min | Vertical Rom-Com
Nach einer betrunkenen Wette tauschen ein Real-Life-Fuckboy und eine Tinder-Slut ihre Dating-Methoden. Zwischen maximalem Cringe und kinky Dates bemerken sie nicht, dass sie kurz davor sind, die einzige Regel ihrer WG zu brechen: sich auf keinen Fall ineinander zu verlieben.
Figuren
MARA (22, Studentin, bi): auf allen Apps gleichzeitig unterwegs. Im Chat schnell, witzig, souverän; im echten Leben schweißnasse Hände, wenn jemand sie zu lange ansieht. Von ihrer Mutter einst im Stich gelassen, bestimmt sie lieber aus der Ferne, wie nah man ihr kommen darf. Ihr Credo: Unmatchen geht schneller als Verlassenwerden.
LEON (30, Barkeeper, straight): charmant, laut, immer einen Spruch parat. Zehn Jahre Frankfurt, 264 Nummern im Handy, null Beziehungen. Seine Masche schützt ihn vor der Frage, ob er”genug” ist. Die App zeigt ihm, was die Bar verdeckt: dass er nicht weiß, wer er ohne seine Performance ist.
Story
Sex, nackte Haut, viele Partner: In dieser WG muss sich dafür niemand schämen. Wirklich alles wird am Küchentisch geteilt. Nur eine Regel ist heilig: Don’t fuck the Company. Als eines Abends beide Dating-Pläne so richtig daneben gehen, landen Mara und Leon betrunken auf der verbotenen Dachterrasse ihrer Vermieterin. Es kommt, wie es kommen muss: (noch) nicht zum Kuss – aber zu einer Wette. Sie muss ansprechen, er darf nur noch swipen. Weirde Dates, absurde Interaktionen und Dating-Fails sind ab jetzt an der Tagesordnung.
Wäre das nicht genug, bringen auch noch ihr seltsamer Mitbewohner Spud und Maras Ex Aufruhr in die WG. Und dann wären da noch die längst unübersehbaren Sparks zwischen den beiden, die das WG-Klima gefährlich aufheizen…
Statement
Mit DOWN TO F*CK öffnen wir den Raum, um frech und ehrlich über modernes Dating, Liebe und klassische Rollenbilder zu sprechen. Und stellen die Frage: Was bedeutet Intimität heute, und wie viel Mut kostet es, jemanden tatsächlich hineinzulassen?
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ELISABETH PLATTNER | DANIEL HALSALL
Elisabeth Plattner ist seit je her fasziniert von Geschichten und der Wirkung von Worten und Bildern. Nach Abschluss ihrer Schulzeit entschied sie sich, Philosophie und Kunstgeschichte parallel zu studieren, zumeist in Innsbruck, jedoch auch in Lissabon, wobei sie sich dort auch mit Literatur und Sprachen befasste. In einem kleinen Innsbrucker Verlag beschäftigte sie sich erstmals mit dem Verfassen von professionelleren Texten, was ihr das nötige Selbstbewusstsein verlieh, um sich vollends dem kreativen Schreiben zu widmen. Derzeit studiert sie an der Hochschule für Fernsehen und Film in der Drehbuchklasse, doch versucht sich nebenher auch in anderen Sparten des Filmemachens und Geschichtenerzählens.
Auf die Standardfrage „Woher kommst du eigentlich?“ hat Daniel T. Halsall (*1989) keine einfache Antwort (englische Eltern, Geburt in Frankreich, Kindheit in Holland, aktueller Wohnsitz München). Was er aber fließend spricht: visuelles Storytelling. In der Werbebranche hat der genderqueere Autor und Regisseur gelernt, Bilder emotional aufzuladen. Sein Händchen für moderne Erzählformen bewies er zudem mit der niederländischen Webserie „Hier Ben Ik Nog Niet Klaar Voor“. Derzeit schließt er sein Spielfilmregie-Studium an der HFF München ab und entwickelt neue Serien für verschiedene Produktionsfirmen. Er schätzt Geschichten, die emotional packen und den Nerv der Zeit treffen. Neuen Formaten und Genres begegnet er dabei stets mit großer Offenheit.
RUND UM DIE UHR
Eine hyperreale Milieu-Comedy über Familie, Performance und Spätikultur | 30 Episoden, 1–2 Minuten, vertikal
Kant im Kopf, Mama im Weg und Berlin an der Tür.
Unbeeindruckter Philosophiestudent Zeko hält den Späti seines Onkels “nur kurz” am Laufen. An seiner Seite: seine überinvolvierte Mutter Emine und eine chaotische Parade aus Start- up-Bros, Expats, Berliner Schnauzen und anderen Figuren des gentrifizierten Kiezes, die Zeko mit trockenem Blick abfertigt.
Rund um die Uhr zeigt, wie eine Stadt permanent Authentizität performt und wie ausgerechnet der Späti zur schärfsten Bühne dafür wird. Jede Folge dauert zwischen ein und zwei Minuten, funktioniert vollständig für sich und bringt einen neuen Kunden mit einer neuen kleinen Katastrophe durch die Tür, ganz ohne Vorkenntnisse. Der Humor ist trocken und deadpan: Niemand wird lächerlich gemacht, jede Figur wird einfach genau beobachtet, bis die Situation selbst komisch wird – nie die Person dahinter.
Der Späti hat rund um die Uhr geöffnet und ist oft der einzige Ort im Kiez, an dem nachts noch Licht brennt. Genau das macht ihn zum Treffpunkt: Nachbarn, Nachtschwärmer und Fremde begegnen sich für einen Moment an derselben Theke. Klein, schmucklos, ohne Anspruch auf Coolness und gerade deshalb die ehrlichste Bühne, die Berlin hat. Wer durch diese Tür kommt, performt wie überall in der Stadt, nur dass hier niemand zusieht.
Im Zentrum steht Zeko, 24, Berlin, türkisch-deutsch, Philosophiestudent im sechsten Jahr eines Sechs-Semester-Studiums. Sein Onkel verschwand für “zwei Wochen” nach Istanbul und kam nie zurück. Übrig blieb der Späti, eine Vertretung, die Zeko nie unterschrieben hat und trotzdem nicht mehr loswird. Er zitiert Kant, während er Kartons aufreißt, und begegnet jeder Kundschaft mit derselben unbeeindruckten Präzision. An seiner Seite steht Emine, seine Mutter. Offiziell “hilft sie nur aus”, tatsächlich führt sie den Laden, das Familiendrama und mehrere fremde Leben gleichzeitig – oft im selben Satz. Sie lächelt breit für die Kundschaft, während ihre Augen längst besorgt zu Zeko wandern. Sie mischt sich in Streitigkeiten ein, die sie vor fünf Minuten noch nicht kannte und macht jede Situation komplizierter, nie einfacher.
Durch diesen einen Laden läuft ganz Berlin. Der Startup-Gründer verwandelt eine Club-Mate in einen Pitch; der Läufer behandelt eine kaputte Saftmaschine wie eine persönliche Krise; der Mann im Leder-Hundekostüm verwandelt sich mitten im Corporate-Call zurück in den Anzug. Übertrieben gezeichnet, aber wiedererkennbar, Menschen, die man kennt oder selbst einmal war. Nirgendwo sonst kollidieren sie so ungefiltert wie hier.
Zeko steckt seit zwei Jahren an derselben Abschlussarbeit fest, als sein Onkel für einen vermeintlich kurzen Urlaub in die Türkei verschwindet und nie zurückkehrt. Was als Vertretung gedacht war wird zum Alltag. Jede Folge bringt eine neue Figur aus dem gentrifizierten Berlin durch die Tür und was sie kauft verrät mehr über sie als jedes Wort. Emine steht daneben und macht aus jeder Situation eine größere, meist aus Fürsorge, manchmal aus reiner Einmischungslust. Zeko kassiert, kommentiert trocken und lässt sich von keiner Inszenierung beeindrucken außer seiner eigenen, die er nie als solche erkennt.
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JORGE PATIÑO
Jorge Patiño ist ein venezolanischer Drehbuchautor mit Sitz in Köln. Er hat einen Master in Serial Storytelling an der ifs Internationale Filmschule Köln absolviert und schreibt figurengetriebene Geschichten über Identität und Zugehörigkeit. Sein Serienkonzept „Mallevs Maleficarvm“ wurde für YOUNG BLOOD – Der Empfang der Filmhochschulen (2020) ausgewählt und sein Kurzdrehbuch „The Seagull“ gewann den Screenplay-Wettbewerb des Paris Play Film Festivals (2021). Er hat außerdem für die WDR- und Quarks-Animationsserie „This is the Ent!“ geschrieben.
THIRSTY GAMES
Psycho-Thriller | 60-Episoden-Vertical-Drama-Serie a 90sec (90min) | Vertical Apps
Was wäre, wenn Du jeden Morgen eine Nachricht bekommst, die Dein Leben verändert?
Eine unscheinbare Supermarktangestellte erhält das Angebot ihres Lebens: Bargeld für tägliche Mutproben. Anfangs gewinnt sie Geld, Selbstvertrauen und dann sogar die Liebe ihres Lebens. Doch als sie aussteigen will, übernimmt das Spiel die Kontrolle. Um sich zu befreien, muss sie herausfinden, wer hinter den Nachrichten steckt – bevor sie alles verliert.
Jenny ist 35, Kassiererin in einem Supermarkt und fühlt sich unsichtbar, passiv und lustlos. Wir lernen ihren Chef Sandro kennen, die Auszubildende Sabine und Stammkneipenwirtin Isolde. Eines Tages erhält sie eine anonyme Nachricht: “30 Tage. 30 Challenges. Für jede bestandene Aufgabe bekommst Du sofort Bargeld. Spielst Du mit? “ – Anfangs sind es kleine Mutproben: einem unhöflichen Einkäufer widersprechen, ein peinlicher Auftritt vor einem sympathischen Stammkunden oder den ersten Schritt auf einen Fremden zugehen. Mit jeder Mutprobe wächst ihr Selbstvertrauen – und ihr Leben verändert sich tatsächlich zum Positiven. Dann begegnet sie Jack, der plötzlich aus dem Nichts auftaucht und verliebt sich zum ersten Mal seit langem. Sie glaubt, das Spiel habe seinen Zweck erfüllt und beendet es. (Midpoint)
Doch genau in diesem Moment verändert sich das Spiel. Der unbekannte Spielmacher kündigt eine neue Stufe an. Die stets per Smartphone kommunizierten Aufgaben werden persönlicher. Der Spielmacher kennt plötzlich ihre intimsten Geheimnisse, greift in ihre Beziehung und in ihr berufliches Umfeld ein und verwandelt das Spiel in einen psychologischen Albtraum.
“Wer Dich stark gemacht hat, kann Dich auch zerstören.”
Jenny muss herausfinden, wer hinter den Nachrichten steckt, bevor sie alles verliert. Kann es wirklich Jack selbst sein? Am letzten Tag des Monats muss Jenny ihre letzte Challenge bestehen – und dem Menschen gegenübertreten, der ihr Leben seit 30 Tagen kontrolliert.
THIRSTY GAMES ist ein Vertical-Thriller über Selbstwert, Manipulation und die gefährliche Grenze zwischen Hilfe und Kontrolle – eine Mischung aus der psychologischen Spannung von THE GAME und der emotionalen Dynamik von YOU – und einer täglichen Challenge-Mechanik, die jede Episode mit einer neuen Aufgabe startet.
Die Serie erzählt von einer Generation, die sich nach Veränderung sehnt – die ständig aufgefordert wird, sich durch Apps, Algorithmen und digitale Versprechen zu optimieren.
Jede Challenge macht Jenny stärker. Bis das Spiel beginnt, sie zu kontrollieren.
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TILL SCHMERBECK
Till Schmerbeck studierte an der Filmakademie Baden-Württemberg und gründete 2005 die Produktionsfirma SCHMERBECK ENTERTAINMENT in Berlin. Zu seinen Arbeiten zählen das in Locarno ausgezeichnete Drama DAS VERLANGEN, der Dokumentarfilm HARMONY mit König Charles III., mehrere Fernsehproduktionen sowie der Horrorfilm HEILSTÄTTEN (2018), der weltweit rund 1,3 Millionen Kinobesucher erreichte und heute bei Disney+ abzurufen ist. Seit 2008 ist Schmerbeck Mitglied der Deutschen Filmakademie. Seit 2020 schreibt er eigene Drehbücher. Sein Schwerpunkt liegt heute auf Horror-Kinofilmen, Micro Dramen und 100% KI-Spielfilmproduktionen.
DEAD LIFT
Pump it or suck it | Comedy Horror-Microdrama von Ivana Sokola | 30 x 90 Sekunden
Tagsüber ein Hänger, abends ein Pumper: Der schmächtige Lukas will nachts im Gym mithilfe des Guice zum Mann werden. Doch je weiter er sich maxxt, desto saftiger wird er für die Vampire, die das Fitnessstudio bewohnen. Lukas muss den schmalen Grat zwischen Mann und Monster finden.
Das Leben von LUKAS (20) ist ihm zuletzt immer weiter entglitten: Sein Studium hat er abgebrochen, der Job als Vertriebler eines Mobilfunkunternehmens nervt ihn, seine Freundin hat ihn kürzlich verlassen. Im Gym hofft er, die Kontrolle wiederzugewinnen und endlich gesehen zu werden. Jede Nacht trainiert er – neben dem mysteriösen HENRY (250, sieht aus wie 25) mit dem perfekten Körper. Und dann gibt es noch DEMIR (29), Fitness-Influencer und Elektroinstallateur, der Lukas auffordert, am jährlichen Bodybuilding-Wettbewerb teilzunehmen.
Der Preis: Der ultimative Status-Boost. Den könnten beide gut gebrauchen. Denn auf Demir warten zuhause nur Schulden und ein Sorgerechtsstreit. Lukas hingegen erhofft sich, dass ihn Gym-Chefin ISA (287, sieht aus wie 28) endlich als potenziellen Partner wahrnehmen wird. Isa scheint aber ebenso wie Henry vor allem daran interessiert, sich die Fitnessstudiokunden saftig zu optimieren. Lukas nimmt mithilfe des ominösen lilafarbenen GUICE eine Abkürzung, um schnell zum perfekten Alpha zu werden. Sein Körper wächst, wuchert, entgleitet ihm – und Lukas muss sich entscheiden: Was will er opfern, um eine 10/10 zu werden?
DEAD LIFT ist eine Serie über Looksmaxxing, Einsamkeit und den monströsen Druck, unter dem junge Männer heute stehen – hautnah erzählt für die Generation Z. DEAD LIFT wird das Heated Rivalry der Microdramas: Mit Witz, Steam und hotten Körpern.
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IVANA SOKOLA
Ivana Sokola, geboren 1995 in Hamburg, studierte Szenisches Schreiben an der Universität der Künste Berlin. 2021 wurde sie für ihr Stück „Kill Baby“ mit dem Kleist-Förderpreis für junge Dramatikerinnen und Dramatiker ausgezeichnet. Mit ihrem Nachfolgestück „Pirsch“ hat sie mit den Autor:innenpreis des Heidelberger Stückemarkts 2022 gewonnen. Ihre Stücke wurden bisher unter anderem am Schauspiel Köln, Deutschen Theater Göttingen, Kosmos Theater Wien und am Burgtheater Wien gezeigt. Mit Jona Spreter bildet sie das Autor*innenduo Sokola//Spreter. Ihre Essays und journalistischen Texte werden bei der ZEIT und dem Magazin der Süddeutschen Zeitung veröffentlicht.
CONTRIBUTOR*INNEN
Wir bedanken uns bei den Contributor*innen
Orlindo Frick, Elisabeth Plattner, Benedikt Lorenz und Michael Stadler für ihren kreativen Input!

Schön, dass Sie sich unser Scrolly bis zu Ende angesehen haben!
Das audience:first storytelling lab ist eine Initiative des Bayerischen Rundfunks
und der Drehbuchwerkstatt München, in Kooperation mit der HFF München,
dem HFF CreatiF Center, dem Seriencamp, der ARD Mediathek und der ARD Audiothek.
WIR DANKEN UNSEREN PARTNERN FÜR IHRE UNTERSTÜTZUNG!






