{"id":794,"date":"2003-11-09T10:21:30","date_gmt":"2003-11-09T09:21:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.drehbuchwerkstatt.de\/relaunch\/?p=794"},"modified":"2020-11-16T15:19:46","modified_gmt":"2020-11-16T14:19:46","slug":"muenchner-drehbuchwerkstatt-setzt-auf-poesie-der-stoffideen-und-kreative-besessenheit-faz","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.drehbuchwerkstatt.de\/relaunch\/2003\/11\/muenchner-drehbuchwerkstatt-setzt-auf-poesie-der-stoffideen-und-kreative-besessenheit-faz\/","title":{"rendered":"M\u00fcnchner Drehbuchwerkstatt setzt auf Poesie der Stoffideen und kreative Besessenheit (FAZ 11\/2003)"},"content":{"rendered":"<div class=\"wpb-content-wrapper\"><p>[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text][vc_custom_heading heading_semantic=&#8220;h5&#8243; text_size=&#8220;h5&#8243; text_font=&#8220;font-672269&#8243; text_weight=&#8220;300&#8243; text_transform=&#8220;uppercase&#8220; text_color=&#8220;color-dfgh&#8220;]PRESSE-ECHO[\/vc_custom_heading][vc_custom_heading heading_semantic=&#8220;h1&#8243; text_size=&#8220;h1&#8243; text_font=&#8220;font-672269&#8243; text_weight=&#8220;300&#8243; text_color=&#8220;accent&#8220; separator=&#8220;yes&#8220; separator_color=&#8220;yes&#8220; separator_double=&#8220;yes&#8220;]FAZ[\/vc_custom_heading]<\/p>\n<h3><strong>M\u00fcnchner Drehbuchwerkstatt setzt auf Poesie der Stoffideen und kreative Besessenheit<\/strong><\/h3>\n<p><span class=\"dunkelgrau-10-12\">FAZ, 08.11.2003, Nr. 260 \/ Seite 59<\/span><\/p>\n<p><strong><span class=\"vorspannblau-12-16\">Ob &#8222;Good Bye, Lenin&#8220; oder die Serie &#8222;Rosenheim Cops&#8220;, ob &#8222;Solo f\u00fcr Klarinette&#8220; oder &#8222;Der Bergdoktor&#8220;. Zu einem wichtigen Teil verantwortlich f\u00fcr die Erfolge der Filme und Serien sind Absolventen der M\u00fcnchner Drehbuchwerkstatt. Von ihnen stammen die B\u00fccher. Nur die besten und vielversprechendsten Bewerber werden in M\u00fcnchen genommen. Schon vor Aufnahme in die Drehbuchwerkstatt m\u00fcssen sie beweisen, da\u00df sie schreiben k\u00f6nnen. Eine Ausbildung dort ist begehrt: bis zu 600 Bewerbungen hat es f\u00fcr die zehn Pl\u00e4tze schon gegeben. Um die Flut der Interessenten in den Griff zu bekommen, hat die Werkstatt kurzerhand die Formalit\u00e4ten f\u00fcr die Gestaltung der einzusendenden Unterlagen hochgeschraubt. Im vergangenen Fr\u00fchjahr waren es aber immerhin noch 170 Bewerber, von denen vierzig zur zweit\u00e4gigen Auswahltagung eingeladen wurden.<\/span><\/strong>[\/vc_column_text][\/vc_column][\/vc_row][vc_row][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_column_text]&#8220;W\u00e4hrend des Kolloquiums wollen wir die kreative Besessenheit der Bewerber aufsp\u00fcren&#8220;, sagt Klaus Schreyer. Der promovierte Politologe und Professor an der M\u00fcnchner Hochschule f\u00fcr Fernsehen und Film (HFF) ist einer der beiden Leiter der M\u00fcnchner Drehbuchwerkstatt. Seine Spezialgebiete: Dokumentarfilm, Fernsehpublizistik, realistischer Spielfilm. Oscar-Preistr\u00e4gerin Caroline Link hat bei Schreyer ihre Abschlu\u00dfarbeit gemacht.\u00a0<a href=\"http:\/\/www.drehbuchwerkstatt.de\/Autoren\/01-11\/lichtenberg.html\">Bernd Lichtenberg<\/a>, der das Drehbuch f\u00fcr &#8222;Good Bye, Lenin&#8220; schrieb, wurde als Stipendiat der Drehbuchwerkstatt von Schreyer betreut.<\/p>\n<p>Die Werkstatt gibt es seit 1989. Tr\u00e4ger ist der F\u00f6rderverein der HFF. Mit der Werkstatt wurde eine ganz besondere Art von Postgraduierten-Studium eingerichtet. Wer in die Drehbuchwerkstatt aufgenommen wird, mu\u00df f\u00fcr Kurse und Betreuung keine Geb\u00fchren bezahlen. Statt dessen erh\u00e4lt jeder der zehn ausgew\u00e4hlten Kandidaten ein Stipendium in H\u00f6he von insgesamt 6500 Euro. So k\u00f6nnen auch Autoren zum Zuge kommen, die sich schon eine eigene Existenz aufgebaut haben. Das Durchschnittsalter bei der Drehbuchwerkstatt ist deshalb mit 33 Jahren relativ hoch. Das Alter hat aber einen Vorteil: Lebens- und Schreiberfahrung, die ein guter Drehbuchautor haben mu\u00df, bringen die Stipendiaten mit. Daneben seien die Authentizit\u00e4t in der Person und die Poesie der Stoffideen f\u00fcr einen Drehbuchautor wichtig, sagt Schreyer. An genommen wird deshalb meist nur, wer auch vorher schon viel geschrieben hat. Um ihr Talent zum Schreiben zu beweisen, m\u00fcssen die Bewerber neben dem in freier Form erz\u00e4hlten Lebenslauf drei sogenannte Script-Stoffe einreichen. Eine der eingereichten Ideen wird w\u00e4hrend der Werkstatt zu einem Drehbuch.<\/p>\n<p>Die Idee zu &#8222;Salon Brasil&#8220;, die Geschichte einer Brasilianerin, die nach M\u00fcnchen zu ihrem Freund kommt, der bei seiner Mutter wohnt, hat\u00a0<a href=\"http:\/\/www.drehbuchwerkstatt.de\/Autoren\/12\/dossi.htm\">Beatrice Dossi<\/a> an der Werkstatt zu einem fertigen Buch ausgearbeitet. Einen Preis hat sie daf\u00fcr bekommen, das Buch wurde vom BR verfilmt. F\u00fcr Beatrice Dossi war das Stipendium der Drehbuchwerkstatt ein willkommener Anschlu\u00df an ihr Promotionsstudium in Indologie. Schon in der Schule wollte sie unbedingt Schriftstellerin werden und Romane schreiben. Durch eine Freundin erfuhr sie von der Drehbuchwerkstatt. &#8222;Bei der Bewerbung war mir klar, das ist das richtige f\u00fcr mich&#8220;, sagt die 33 Jahre alte Mutter von zwei Kindern. Anstrengende elf Monate lagen nach der Aufnahme in die Werkstatt vor ihr. In Kursen mit Dozenten aus der Praxis, die sogar aus den Vereinigten Staaten eingeflogen werden, wurden Grundkenntnisse in Dramaturgie, Filmsprache, Produktion und Medienrecht vermittelt. Neben der Betreuung durch Autor und Regisseur Franz Geiger, der ihr bei der Ausarbeitung des Drehbuches zur Seite stand, gab es f\u00fcr Beatrice Dossi die obligatorischen Treffen in den Kleingruppen. In ihnen kommen vier Stipendiaten und ihre Betreuer alle zwei Monate zusammen und sprechen \u00fcber ihre Drehb\u00fccher. Obligatorisch sind an der Drehbuchwerkstatt auch vier Sitzungen im Plenum. &#8222;Das ist Mord&#8220;, sagt Klaus Schreyer. &#8222;Das ist Mord und Totschlag.&#8220; Doch lernten die Stipendiaten hier, was es hei\u00dft, ein Buch bei einem Sender vorzustellen und zu verteidigen.<\/p>\n<blockquote><p>Erfolg so gut wie sicher!<\/p><\/blockquote>\n<p>Wer ein Stipendium der Drehbuchwerkstatt bekommt, f\u00fcr den ist der Erfolg in der Filmbranche so gut wie sicher. &#8222;Die Ausbildung in M\u00fcnchen ist eine der besten. Wer hier war, hat gute Chancen, es wirklich zu schaffen&#8220;, sagt Benedikt R\u00f6skau vom\u00a0<a href=\"http:\/\/www.drehbuchautoren.de\/\">Verband der Drehbuchautoren<\/a>. Das macht er an drei Punkten fest: Die Arbeit sei wirklichkeitsnah, man habe dort die l\u00e4ngste Erfahrung in der Ausbildung zum Drehbuchautor, au\u00dferdem werde mit hervorragenden Tutoren gearbeitet. Ein bi\u00dfchen neidvoll blickt R\u00f6skau auf die Stipendiaten. Auch er hatte sich beworben, wurde aber nicht genommen. 90 Prozent der Absolventen der Drehbuchwerkstatt arbeiten heute in der Filmbranche. Schlie\u00dflich wolle man nicht f\u00fcr den Taxi-Beruf ausbilden, sagt Klaus Schreyer nicht ohne Stolz. Beatrice Dossi ist dabei, sich einen festen Platz im deutschen Filmgeschehen zu erk\u00e4mpfen. Sommerferien hat sie sich in diesem Jahr nicht geg\u00f6nnt, Wochenenden kennt sie schon lange nicht mehr. Gerade arbeitet sie an einem Drehbuch f\u00fcr Pro7. Ihr gro\u00dfer Traum: Den Luxus haben, einen Stoff zu realisieren, wie er in ihrem Kopf herumgeistert und nicht auf irgendwelche Vorgaben von au\u00dfen R\u00fccksicht nehmen zu m\u00fcssen.<\/p>\n<blockquote><p>Intelligente Filme haben kaum eine Chance<\/p><\/blockquote>\n<p>Da\u00df das seit einigen Jahren besonders schwierig ist, zeigt die Statistik. Wurden im Jahre 2000 in Deutschland noch 300 Fernsehfilme gedreht, waren es ein Jahr sp\u00e4ter nur noch 200. &#8222;Hinzu kommt, da\u00df intelligente Filme kaum eine Chance haben&#8220;, sagt Klaus Schreyer. Mindestens 50 exzellente Drehb\u00fccher seien in den vergangenen Jahren im Rahmen der Drehbuchwerkstatt entstanden. Im Jahr konnten aber nie mehr als eines oder zwei verfilmt werden. Schreyer fordert deshalb, mehr f\u00fcr die Verwertung der Ideen des Autorennachwuchses zu tun. Wem es trotz dieser Widrigkeiten gelungen ist, sein Drehbuch zu verkaufen, f\u00fcr den gibt es bei den privaten Sendern bis zu 50.000 Euro Ausarbeitungshonorar. Damit hat der Autor auch die Rechte an dem Buch abgegeben. Lukrativer k\u00f6nnen die Wiederholungshonorare der \u00f6ffentlich-rechtlichen Sendeanstalten sein, die je Ausstrahlung etwa 30.000 Euro bezahlen. Die Verdienstm\u00f6glichkeiten sind vor allem f\u00fcr die erfreulich, die sich und ihre Arbeit gut verkaufen k\u00f6nnen. Allen, die sich mit dem Gedanken tragen, Drehbuchautor zu werden, r\u00e4t Benedikt R\u00f6skau aber: &#8222;Mach es nur, wenn Du unbedingt schreiben mu\u00dft.&#8220; R\u00f6skau wei\u00df nicht, wann es nach seinem j\u00fcngsten Projekt f\u00fcr Sat1, das k\u00fcrzlich fertig geworden ist, einen Nachfolgeauftrag geben wird. Weil die Arbeit eines Drehbuchautors, der sich oft der Meinung des Produzenten beugen mu\u00df, der Kreativit\u00e4t nicht immer freien Lauf l\u00e4\u00dft, hat sich\u00a0<a href=\"http:\/\/www.drehbuchwerkstatt.de\/Autoren\/01-11\/ani.html\">Friedrich Ani<\/a> weitgehend aus dem Filmgesch\u00e4ft zur\u00fcckgezogen. Ani, preisgekr\u00f6nter Krimiautor und Stipendiat des vierten Jahrgangs, der unter anderem mit &#8222;Tatort&#8220; und &#8222;Faust&#8220; Erfolge feiern konnte, zieht es vor, quer durch Deutschland zu fahren und aus seinem neuesten Krimi vorzulesen.[\/vc_column_text][\/vc_column][vc_column width=&#8220;1\/2&#8243;][vc_single_image media=&#8220;761&#8243; media_lightbox=&#8220;yes&#8220; media_width_percent=&#8220;100&#8243;][\/vc_column][\/vc_row]<\/p>\n<\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[vc_row][vc_column width=&#8220;1\/1&#8243;][vc_column_text][vc_custom_heading heading_semantic=&#8220;h5&#8243; text_size=&#8220;h5&#8243; text_font=&#8220;font-672269&#8243; text_weight=&#8220;300&#8243; text_transform=&#8220;uppercase&#8220; text_color=&#8220;color-dfgh&#8220;]PRESSE-ECHO[\/vc_custom_heading][vc_custom_heading heading_semantic=&#8220;h1&#8243; text_size=&#8220;h1&#8243; text_font=&#8220;font-672269&#8243; text_weight=&#8220;300&#8243; text_color=&#8220;accent&#8220; separator=&#8220;yes&#8220; separator_color=&#8220;yes&#8220; separator_double=&#8220;yes&#8220;]FAZ[\/vc_custom_heading] M\u00fcnchner Drehbuchwerkstatt setzt auf [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":761,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,22],"tags":[29,30,31,32],"class_list":["post-794","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-allgemein","category-echo","tag-drehbuchwerkstatt","tag-muenchen","tag-faz","tag-echo"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.drehbuchwerkstatt.de\/relaunch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/794","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.drehbuchwerkstatt.de\/relaunch\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.drehbuchwerkstatt.de\/relaunch\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.drehbuchwerkstatt.de\/relaunch\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.drehbuchwerkstatt.de\/relaunch\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=794"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/www.drehbuchwerkstatt.de\/relaunch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/794\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":940,"href":"https:\/\/www.drehbuchwerkstatt.de\/relaunch\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/794\/revisions\/940"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.drehbuchwerkstatt.de\/relaunch\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=794"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.drehbuchwerkstatt.de\/relaunch\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=794"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.drehbuchwerkstatt.de\/relaunch\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=794"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}