Nominierungen
 
Christian Mackrodt Kleine Nummern
 
SAMI und MARTIN stoßen im Nachweh einer nächtlichen Schlägerei aufeinander, nachdem der eine des anderen Smartphone gefunden hatte. Martin, der 17-jährige Skinhead aus dem Plattenbau, und Sami, der 18-jährige Abitur-Abbrecher aus einer bürgerlichen deutsch-türkischen Familie, die nichts miteinander am Hut haben, finden sich auf einmal, Seite an Seite, im Kampf mit einer übermächtigen Türsteher-Gang – begeben sich auf die Flucht, die zur waghalsige Reise wird. Verfolgt von einem fiesen Drogendealer, treffen sie in den falschen Momenten dann irgendwie doch die richtigen Entscheidungen. »Kleine Nummern« – zwei Berliner Helden. Sie müssen sich aufeinander einlassen, um das erste Abenteuer ihres Lebens zu bestehen. Ihre Geschichte lebt vom Geist der Freundschaft, die über persönliche Rrfahrungen und Vorurteile in neue Muster wächst.
 
 
Olivia Vieweg Endzeit
 
Vor zwei Jahren haben die Zombies die Erde überrannt.
 
Die beiden deutschen Städte Jena und Weimar haben es geschafft, einen Schutzzaun zu errichten und den Kreaturen zu trotzen. Zwischen beiden Städten verkehrt ein automatisierter Zug nur zum Gütertransport. Für Menschen ist es streng verboten, den Zug zu betreten. Trotzdem riskieren zwei junge Frauen die Flucht. Die 22-jährige VIVI fristet ein trostloses Dasein als Wäscherin in einem Weimarer Altenheim. Dass unheimliche Visionen sie heimsuchen, verschweigt sie. Nach einem dramatischen Zwischenfall erwacht sie auf Station 8, der Abteilung für schwere psychiatrische Fälle. Die Endstation. Doch Vivi gelingt die Flucht. Am Bahnhof trifft sie auf die 26-jährige EVA, die es nicht länger hinnehmen will, ihr restliches Leben nur den Schutzzaun reparieren zu müssen. Die beiden besteigen den verbotenen Zug, der sie in die Freiheit – nach Jena – bringen soll. Doch es kommt, wie es kommen muss – der Zug bleibt auf halber Strecke stehen. Den beiden bleibt nichts anderes übrig, als den restlichen Weg zu laufen. In Flipflops durch die Apokalypse.
 
Draußen erwartet sie jedoch keine finstere Endzeit-Welt, sondern eine berauschend schöne Natur, die sich alles zurückerobert hat, was wir einst Zivilisation nannten. Eva und Vivi dürfen sich nur nicht täuschen lassen, denn der Tod folgt ihnen. Und ebenso die Schatten ihrer eigenen Vergangenheit.
 
»Endzeit« ist eine deutsche Zombiegeschichte, in der zwei ungleiche Frauen zusammenhalten müssen, um zu überleben. Aber nur eine wird das Ziel erreichen, die Frage ist: Schafft sie es in einem Stück?
 
 
Korbinian Wandinger Schattenboxer
 
CHRISTOF, Vater eines 16-jährigen Sohnes, bleibt seiner Meinung nach nur die Entscheidung, an der Krankheit seiner depressiven Ehefrau mit zugrunde zu gehen oder sich von ihr zu trennen und einen Neuanfang zu wagen. 

Die Ex-Frau nimmt sich das Leben. Christof holt seinen Sohn zu sich in die kleine Wohnung, die er mit seiner neuen Freundin teilt. Das Zusammenleben wird fast unmöglich, als der Sohn erfährt, dass die Mutter sich ausgerechnet an dem Tag aus dem Leben verabschiedete, an dem die Scheidungspapiere eintrafen. Fortan gibt er die Schuld am Tod der Mutter seinem Vater. Dessen Versuche, seinen Sohn für sich zurück zu gewinnen, scheitern. Und auch die Beziehung zu seiner neuen Freundin droht zu zerreißen. Letzten Endes weiß sich Christof nicht anders zu helfen, als einen Abschiedsbrief der Ex-Frau zu fälschen, der ihn von aller Schuld freisprechen soll. Kurz scheint der Plan zu gelingen, doch Christof ahnt nicht, dass sein Sohn längst den echten Abschiedsbrief gefunden hat. Aufgrund des Vertrauensbruchs verschwindet der Sohn. Am Tiefpunkt angekommen, Erkennt Christof, dass er sich den Wunsch, die Beziehung mit seinem Sohn wiederherzustellen, nicht aus eigener Kraft erfüllen kann. Erst so schafft er es, zum Sohn wieder eine Bindung anzubahnen. Am Ende darf er eins wieder: hoffen. 

»Schattenboxer« geht der Frage nach, was wir einander antun können, weil wir uns lieben. und wie viel wir uns davon verzeihen können – weil wir uns lieben.  
 
Preisträgerin
 
Olivia Vieweg Endzeit

Die Jury - bestehend aus Götz OttoViola Jäger und Tomasz Emil Rudzik - begründete ihre Entscheidung: "Endzeit ist ein detailliert gezeichneter Zombie Film in überhitzter Sommerlandschaft, der es schafft trotz aller Scheusslichkeit in sehr unterhaltsamen Ton seine Protagonistinnen durch eine Apokalypse zu führen in der Weimar und Jena die vermeintlich letzten Städte menschlicher Zivilisation zu sein scheinen. Hierbei bedient sie sich einer starken und unverbrauchten Bildsprache. Anders als in anderen Filmes des Genres führen uns hier zwei starke junge Frauen durch die Geschichte. Die Autorin stattet ihre Figuren facettenreich mit humorvollen und klugen Dialogen aus. Eine spannende mitreißende Geschichte nicht nur für Freunde des Genres."