Die Leitung der Drehbuchwerkstatt München, Professor Andreas Gruber, HFF München, und Hubert von Spreti, Bayerischer Rundfunk, sind vom Vorstand der Drehbuchwerkstatt München für zwei weitere Jahre gewählt worden. Im Vorstand der Drehbuchwerkstatt München selbst gab es einen Wechsel: Der Bayerische Rundfunk hat als Nachfolgerin von Frau Brigitte Schroedter Frau Bettina Ricklefs benannt. Frau Ricklefs, beim Bayerischen Fernsehen zuständig für den Fernsehfilm, war deshalb in diesem Jahr auch erstmalig Mitglied der Aufnahmekommission für die 19. Drehbuchwerkstatt München.

Frau Brigitte Schroedter war neben ihrer Tätigkeit beim Vorstand der Drehbuchwerkstatt auch über 10 Jahre als Betreuerin tätig. Frau Schroedter betreute u.a. Cornelia Filter und Silvia Leuker, Simone Kollmorgen und Simone Zahn. Neben den Genannten betreute sie in der 11. Drehbuchwerkstatt (1999/2000) Sylke Rene Meyer bei der Entwicklung von „Wer ist Anna Walentynowicz?“. Das Drehbuch wurde von Volker Schlöndorff mit Katharina Thalbach in der Hauptrolle verfilmt: „STRAIK – Die Heldin von Warschau“ ist seit 8. März in den Kinos zu sehen. In der aktuellen 18. Drehbuchwerkstatt betreut Frau Schroedter Katharina Schöde. Der Vorstand und die Leitung der Drehbuchwerkstatt München danken Frau Brigitte Schroedter ganz herzlich für ihren unermüdlichen und stets engagierten Einsatz für diese in ihrer Art einmaligen Fortbildungsinstitution.

Daniel Speck, Absolvent der fünften Drehbuchwerkstatt (1993/94) erhielt für sein Drehbuch „Meine verrückte türkische Hochzeit“ den Grimme-Preis in der Kategorie Fiktion. Neben Daniel Speck erhielten der Regisseur Stefan Holtz (HFF Muc-Absolvent) und Florian David Fitz und Mandala Tayde (stellv. für das Darstellerteam) den Adolf-Grimme-Preis.

In der Jurybegründung heißt es u.a. „Mögen sich andere bemühen, kulturelle Klischees zu vermeiden: „Meine türkische Hochzeit“ kehrt sie lieber hervor, um sie vergnüglich – mal mit feiner Ironie, mal in derben Späßen – auf die Schippe zu nehmen. Drehbuchautor Daniel Speck erzählt in seinem wunderbaren Filmmärchen vom jungen Plattenhändler Götz (Florian David Fitz), der sich aus Liebe zur türkischen Jurastudentin Aylin (Mandala Tayde) den Gebräuchen der Familie des Import-Export-Unternehmers Süleyman unterwirft.“

Produziert wurde der ProSieben-Fernsehfilm von Christian Becker, RatPack Filmproduktion. Christian Becker ist Absolvent der Abteilung Produktion und Medienwirtschaft der HFF München. Der Film wurde bereits im vergangenen Herbst beim Fernsehfestival in Baden-Baden ausgezeichnet. Daniel Speck und Stefan Holz können auf einen weitere Preise hoffen: den europäischer und deutschen CIVIS-Fernsehpreis, der am 10. Mai 2007 in Berlin vergeben wird. Mit dem CIVIS Medienpreis werden Hörfunk- und Fernsehbeiträge, die sich in besonderer Weise mit den Themen Zuwanderung, Integration und kulturelle Vielfalt beschäftigen und geeignet sind, das friedliche Zusammenleben in der europäischen Einwanderungsgesellschaft zu fördern, ausgezeichnet .Den Vorsitz bei der Young CIVIS Jury führt Stefan Tolz, Absolvent der Drehbuchwerkstatt und der HFF München. Nähere Informationen finden Sie unter: http://www.wdr.de/tv/civis/

Carolin Otto schrieb das Drehbuch für die TATORT- Folge „Der Finger“ des Bayerischen Rundfunks mit Miro Nemec und Udo Wachtveitl. Inszeniert hat Peter Fratzscher. Termin: Sonntag, 29. April 2007, 20.15 Uhr, ARD.

Stefan Tolz (14. DW (2002/03) und Marcus Vetters neuer Dokumentarfilm „Trader’s Dream“ wird ab 28. Juni 2007 im Kino zu sehen sein. Der Film folgt Ebay-Nutzern aus fünf Ländern, die versuchen, den eBay-Traum, jedem eine faire Chance zum Erfolg zu geben, für sich zu verwirklichen. Termine und Spielorte können Sie unter www.filmquadrat.de nachlesen. Stefan Tolz ist auch der Produzent von „Abenteuer Glück“ von Annette Dittert. Die Filmreihe war für den Internationalen Emmy Award nominiert. „Abenteuer Glück" hatte leider nicht genug Glück, um den Emmy zu gewinnen. Trotzdem war die Verleihung in New York für Stefan Tolz ein großes Ereignis.“ heißt es auf der Website der Produktionsfirma Filmquadrat.

Das von Daniel Wolf in der 13. Drehbuchwerkstatt München entwickelte Drehbuch „Zores“ wird im Sommer in der ARD ausgestrahlt. „Zores“ wurde bereits während der Jüdischen Filmwoche in Wien, dem internationalen Festival in Emden und auch auf der Filmschau Baden-Württemberg mit viel Erfolg gezeigt. Regie führte Anja Jacobs. Franz Geiger betreute Daniel Wolf in der Drehbuchwerkstatt bei der Entwicklung seines Buches.

Elmar Freels erhielt den diesjährigen Saar 2007 Drehbuchpreis, der beim Max-Ophüls Filmfest in Saarbrücken verliehen wurde, für seine romantische Grunge-Komödie „Summer of Love“. Der Preis beinhaltet ein Preisgeld von 5.000 Euro. Elmar Freels ist Teilnehmer der aktuellen 18. Drehbuchwerkstatt München.

Wolfgang Widerhofer und Nikolaus Geyrhalter sind mit ihren Film „Unser Täglich Brot“ für den Baden-Württembergischen Dokumentarfilmpreis nominiert. Wolfgang Widerhofer ist Co-Autor und Cutter des Films. Er ist Absolvent der achten Drehbuchwerkstatt (1996/97). Bei einen weiteren Film von Nikolaus Geyrhalter ist Wolfgang Widerhofer für die Dramaturgie und den Schnitt verantwortlich: Titel: VON PARIS NACH DAKAR. Weitere Informationen finden Sie unter: http://www.geyrhalterfilm.com/

Nominiert für den BOJE-BUCK-Drehbuchpreis 2007, der jährlich beim Sehsüchte Festival in Potsdam vergeben wird, ist Heike Fink (16. DW 2004/2005) mit ihrem Drehbuch “Lichternis“. Heike Finke entwickelte das Buch in ihrer Drehbuchwerkstatt-Zeit.

Förderung
Bei der Sitzung des FFF-Bayern erhielten zwei Absolventen der Drehbuchwerkstatt Projektentwicklungsförderung. Maria von Blumencron (Drehbuch und Regie) erhielt für ihren Kinofilm „Auf Wiedersehen . .“, produziert von Kick Film, 50.000 Euro. Die dramatische Liebesgeschichte spielt im Himalaya Gebirge. Maria von Blumencron ist Absolventin der 7. Drehbuchwerkstatt (1995/96.)

Erstlingsfilm-Förderung in Höhe von 200.000 Euro erhielt Matthias Kiefersauer, Absolvent der 16. Drehbuchwerkstatt (2004/05) für sein in der Drehbuchwerkstatt entwickeltes Drehbuch „Baching oder Drei Worte zu wenig“. Matthias Kiefersauer wird in dem von Tellux Film produzierten Film auch Regie führen. Inhalt: Moderner Heimatfilm. Nach einem tragischen, von ihm verschuldeten Unfall verlässt Benedikt sein oberbayerisches Heimatdorf Baching und zieht nach Berlin. Nach drei Jahren kehrt er zurück und findet völlig veränderte Beziehungen zwischen seinen früheren Freunden vor, die ihn nicht mehr akzeptieren. Nur langsam gelingt es ihm, Frieden mit seiner Vergangenheit zu schließen.

Bei der Sitzung der Filmstiftung NRW erhielt Lola Randl, Teilnehmerin der aktuellen 18. Drehbuchwerkstatt Produktionsförderung für ihren Erstlingskinofilm „Das Geheimnis des Glücks“ in Höhe von 400.000 Euro. Die Dreharbeiten sollen im Sommer 2007 nach Abschluss der Drehbuchwerkstatt beginnen.

Kai Christiansen (6. DW 1994/95) erhielt Stoffentwicklungsförderung für seinen Dokumentarfilm „Starfighter“, produziert von Lichtfilm in Köln. Sabine Brodersen, Absolventin der 8. Drehbuchwerkstatt (1996/97) bekommt ebenfalls Stoffentwicklungsförderung von der Filmstiftung für ihr Drehbuch „Einer meiner leichtesten Übungen“, Produktion Lichtblick Film in Köln.

Bei ihrer März-Sitzung hat die Drehbuchkommission der FFA u.a. Drehbücher von Drehbuchwerkstatt Absolventen gefördert: Susanne Fülscher, Absolventin der 4. Drehbuchwerkstatt (1992/93) erhielt 20.000 Euro gemeinsam mit Norbert Lechner für ihr Projekt „Zwischen uns die Mauer“. Robert Sigl (1. DW 1989/90), erhielt für sein Projekt „Wurdilak“ 15.000 Euro.