| Florian David Fitz |
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1974 geboren in München 1994 Abitur 1994-1998 The Boston Conservatory, Schauspielausbildung 1998 Bachelor of Fine Arts, magna cum laude 1998-99 mehrere Engagements in den USA, Europa 1999 Rückkehr nach Deutschland
Filme/Schauspieler Drei Grad Kälter (Kino) Meine verrückte türkische Hochzeit (Pro7) Die Wölfe (ZDF-Mehrteiler) Doctor’s Diary (RTL) u.a.
Preise 2001 Rising Movie Talent Award, Filmfest München 2007 Grimme-Preis für „Meine verrückte türkische Hochzeit“ |
Vincent will Meer Vincent hat Tourette. Als ob das nicht genug wäre, sitzt er jetzt in einem gestohlenen Auto mit einem Zwangskranken, einer Magersüchtigen und einer Bonbondose mit der Asche seiner Mutter. Vincent soll zum Meer. Dabei kommt er nicht mal bis zum Bäcker, sagt sein Vater. Ein tragikomisches Roadmovie über Freundschaft, Freiheit, Liebe und die Frage: wo zum Henker ist eigentlich das Meer? Vincents Mutter ist tot. Sie ist gestorben, bevor er sie noch mal ans Meer bringen konnte, wie versprochen. Er und sein Vater sind sich völlig fremd. Der Vater, ein Lokalpolitiker, schämt sich für seinen tourettekranken Sohn. Vincent soll in eine Klinik. Vor der Abfahrt klaut Vincent die Asche seiner Mutter, um ihren letzten Wunsch wenigstens nachträglich zu erfüllen. In der Klinik verliebt er sich in ein magersüchtiges Mädchen: Marie. Sie beschließen, zusammen zu fliehen und stehlen den klapprigen Golf ihrer Therapeutin. Alex, Vincents tyrannischer Zimmergenosse zwingt die beiden, ihn mitzunehmen. Zusammen machen sie sich auf den Weg zum Meer. Vincents Therapeutin benachrichtigt seinen Vater. Sie hat Angst um ihre Stelle, er um seinen politischen Ruf. Sie fahren hinterher um die drei einzufangen, bevor es die Polizei tut. Die Ausbrecher stoßen derweil schnell an ihre Grenzen. Sie haben kein Geld und keine Karte, das Auto ist eine Schrottmühle und sie treiben sich gegenseitig mit ihren Macken zum Wahnsinn. Als ihre Verfolger sie jedoch stellen, halten sie zusammen. Sie entkommen mit einer überraschenden Rochade und verschwinden in den Bergen. Zum ersten Mal erfährt Vincent was Freiheit bedeutet. Beinahe kommt er sich normal vor, er liebt und wird geliebt. Zwischen Alex und ihm entwickelt sich eine unerwartete und lakonische Freundschaft. Derweil streiten sich der Vater und die Therapeutin ohne Pause. Sie schlittern von einem Missgeschick zum nächsten und landen schließlich sogar im Gefängnis. Der Vater sieht sich am Ende seiner Karriere. Langsam beginnt er nachzudenken und bekommt von der Ärztin seine eigene kleine Therapie. Maries Zustand wird indessen gefährlich. Sie hat seit Beginn der Reise nichts gegessen. Alex warnt Vincent. Marie ist nicht zu retten, solange sie es nicht will. Als sie in Italien ankommen ist Marie so schwach, dass sie in ein Krankenhaus gebracht wird. Sie bittet Vincent, wieder mit ihr abzuhauen. Vincent steht vor der schwersten Entscheidung seines Lebens. Wenn er sie mitnimmt, stirbt sie über kurz oder lang. Wenn er geht, verliert er sein neu gewonnenes Glück. |