Barry Thomson
(vorm. Hamilton)

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geb. 09. Dezember 1975 in Glasgow, Schottland

November 1984 Umzug nach Deutschland

1992-96 Gisela Gymnasium München (1996 Abitur)

1999-2003 Studium der Philosophie mit Schwerpunkt Medienwissenschaften und Sprachphilosophie an der Hochschule für Philosophie S.J. München.

Juli 2003 Erlangung des Magister Artium in Philosophie.

 

Beruflicher Werdegang

 Seit 2008 als freier Drehbuchautor tätig

2006 bis 2007: Stipendiat der Drehbuchwerkstatt München: Erstellung des 90-minütigen Spielfilmdrehbuchs "Reif für die Insel" (Nominiert für den Tankred Dorst Drehbuch-Preis 2007)

Seit Juni 2005: Als freier Autor und Redakteur tätig (unter anderem für DIE ZEIT und das Nachrichtenmagazin Europolitan geschrieben)

 

 August 2004 bis Mai 2005:

Drehbuchautor bei Constantin Entertainment

 

November 2003 bis Feb 2004:

Konzeptionelle Betreuung der Werbefilmprojekte „BMW E90“ und „Siemens Lifeworks“ bei Hochkantfilm.

 

November 2002 bis März 2003:

 Hospitant beim Feuilleton der Süddeutschen Zeitung

 

Juli 2000 bis Juni 2003:

Freier Redakteur und Autor bei der HMR Filmproduktion für 45-minütige Dokumentarfilme fürs Bayerische Fernsehen

 

Januar 1998 bis Oktober 1999:

Regieassistent und Autor für 30- und 45-minütige Dokumentarfilme fürs Bayerische Fernsehen bei der Filmproduktionsfirma VIA Film & TV

 

Dezember 1998 bis Feb 1999:

Hospitant beim Bayerischen Fernsehen,  Redaktion Film und Teleclub (Kino-Kino)

Reif für die Insel

 

Was ist Shinty? Was ist Drambuie? Gibt es Feen wirklich? Alles Fragen, mit denen sich der schöngeistige Buchhändler Fergus Sondermann nach dem Tod seiner Mutter beschäftigen muss. Denn er erfährt, dass sein Vater nicht gestorben ist, sondern auf einer kargen schottischen Insel lebt.  Dort findet er ihn zwar, doch der Vater – ein raubeiniger, verstockter Fischer - will erstmal nichts von ihm wissen. Aber Fergus kämpft um ihn. Schließlich finden sie zueinander, obwohl sie sich und ihre Liebe längst verloren glaubten.

 

Fergus Sondermann ist Ende Zwanzig und arbeitet als Verkäufer im schicken Buchladen seiner Mutter. Nach ihrem Tod findet er heraus, warum er wirklich einen schottischen Vornamen hat: Sein Vater (Stewart O’Hagan) ist nicht, wie er glaubte, kurz vor seiner Geburt gestorben, sondern noch am Leben. Er ist Schotte und wohnt auf einer kargen, schottischen Insel mitten im rauen Ozean. Nachdem der Buchladen Konkurs geht und Fergus' Freundin (Felizia Knecht) ihn verlässt, beschließt er auf die Insel zu reisen, um seinen Vater zu suchen. Dummerweise gibt es auf der Insel nicht nur einen O'Hagan, was die Suche nach dem Vater erschwert. Zum Glück trifft er bald auf die eigenwillige und geheimnisvolle Fiona McLeod, die ihm ein bisschen auf die Sprünge hilft. Letztlich muss er eine bittere Pille schlucken: Sein Vater ist ein alter, stinkender Fischer, der auf seinem rostigen Boot, wie ein Einsiedler lebt. Größer könnten die Welten nicht sein, die hier aufeinander treffen. Trotzdem versucht Fergus das Herz des sturen und harten Mannes zu gewinnen, der am Anfang nichts mit seinem Sohn zu tun haben möchte. Damit beginnt sich zwischen ihnen ein archaischer Vater-Sohn Konflikt zu entfalten, der, ob auf tubulenter See oder bei einem gemeinsamen Bier, viele lehrreiche Momente für beide Männer birgt. Fergus geht sogar soweit, dass er der Shinty-Mannschaft (eine ziemlich raue und harte schottische Sportart) beitritt, um seinen Vater zu beeindrucken. Zudem verlieben sich Fiona McLeod und Fergus in einander. Durch Fiona McLeod und seine Erlebnisse mit ihr entdeckt er neue Seiten seines Selbst, die ihm bis dahin verborgen waren. Stück für Stück merkt Fergus dadurch, dass ein Teil von ihm zu dieser kargen, unwirschen Insel gehört. Alles scheint gut zu laufen, aber plötzlich will Stewart O'Hagan doch nichts mit seinem Sohn zu tun haben. Fergus erfährt, dass er nie eine Familie haben wollte und schon gar keinen Sohn. Dann taucht auch noch Felizia Knecht auf der Insel auf, um ihren Exfreund zurückzuerobern. Fergus verliert wieder sein frisch gewonnenes seelisches Gleichgewicht und will die Insel zusammen mit Felizia Knecht verlassen. Er entscheidet sich jedoch letztlich zu bleiben und geht zu Fiona McLeod zurück. Zum ersten Mal in seinem Leben trifft er eine wahrhaft selbstständige Entscheidung. Fergus gelangt so auf den Weg zu seiner „Vervollkommnung“ als Mann und als Mensch. Stewart O'Hagan kommt zu Fergus und bittet ihn auf seine rüde, indirekte Art um Verzeihung. Mit ihm und Fiona McLeod findet Fergus also am Ende nicht nur seinen Platz in der Welt, sondern eine „Familie“ – etwas, das er für immer für verloren geglaubt hatte.