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SYNKE KÖHLER Berlin 0179 / 7336130 |
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| geb. 4. Juli 1970 in
Dresden
Psychologiestudium an der Friedrich-Schiller-Universität in Jena Gründung der TheaterOFFensive Jena Schauspielstudium 1. Preis beim Writing Turnament des Scriptforum 2006 für die Drehbuchszene: „11 Grad Minus“
Veröffentlichungen Kurzprosa u.a. in taz, Freitag und Nürnberger Zeitung Texte im Literaturportal www.forum-der-13.de
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Schneckenmord
Eine langsame und in Zweifeln verhangene Psychologiestudentin bringt einen von Uhren und der Zeit besessenen Serienkiller zur Strecke. Schneckenmord ist eine Auseinandersetzung mit dem Zeit- und Leistungsdruck unserer Gesellschaft.
Die von ständigen Selbstzweifeln geplagte Anna muss mit ansehen, wie ein alter Mann direkt vor ihren Augen vor eine einfahrende U-Bahn stürzt. Auch wenn sie nichts Genaues gesehen hat, ist sie sich sicher, der Mann ist gestoßen worden, es war Mord. Shenja, ihre Freundin, überredet sie, eine Aussage zu machen. Die Polizei soll sich darum kümmern. Anna weiß nicht, was sie den Beamten sagen soll, sie hat nur so ein Gefühl. Statt eine Aussage zu machen, landet sie in einem Praktikum in der Mordkommission. Im Laufe der Ermittlungen entdeckt sie, dass es sich um einen Serientäter handelt, der alte Männer mordet und sich deren Armbanduhren als Trophäen aneignet. Die Uhren sind der Schlüssel zum Mörder. Anna recherchiert über Uhren, vertieft sich in die Philosophie über Zeit. Das Ticken ist wie ein Herzschlag. Anna befragt die Verwandten des U-Bahnopfers. Unbewusst gerät sie in die Nähe des Mörders. Er schafft es, mit ihr in Kontakt zu kommen und sie unbemerkt zu verfolgen. Mit Geschick lenkt er den Verdacht der Morde auf Thomas, Annas neuen Freund, den sie bei einer Befragung im Zuge dieser Ermittlungen kennengelernt hat. Thomas wird verhaftet. Die Indizien sprechen gegen ihn. Anna kann es nicht glauben, wieder ist sie in Zweifel verstrickt. Sie fühlt sich verfolgt, hat Angst. Wegen ihres „Verfolgungswahns“ wird sie von der Ermittlungsarbeit entbunden. Völlig auf sich allein gestellt, ordnet sie alle Puzzleteile: der Mörder mordet, um sich das gelebte Leben, das Wissen der Opfer anzueignen. Die Uhren dienen ihm als Übertragungsmittel der Energie. Sie befragt erneut die Witwe des U-Bahn-Toten und deren Sohn Martin. Dabei stößt sie auf Widersprüchlichkeiten. In dem Moment als sie enthüllt, dass Martin der Mörder ist, wird sie von ihm niedergeschlagen. Er bringt sie in der Nacht in die U-Bahn. Die U-Bahn soll leisten, was er nicht kann, er kann nur alte Männer umbringen. Er kettet Anna an die Schienen. Mit Hilfe von zwei Sprayern kann Anna sich befreien. Gemeinsam mit dem Team der Mordkommission jagt Anna den Mörder. Er springt vor die einfahrende U-Bahn. Der Anfang ist das Ende. Im Zuge der Ermittlungen überwindet Anna ihre Langsamkeit und ihre Zweifel. Sie gewinnt den Glauben an sich selbst. |