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Simone Zahn München |
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1970 in Schwenningen am Neckar geboren
Drehbuch
Gejobbt u.a. als Tourneeleiterin des Musicals Hair in Europa, Rezeptzionistin in Mexiko, Kindermädchen in England und als Verkäuferin im Schwarzwald. |
37° Grad - Hanna und die Bankräuber
Eine Actionkomödie übers Erwachsenwerden ab 30: „Mit der Pubertät ist es wie mit den Windpocken. Je später man sie bekommt, um so mehr tut’s weh.“
Der Radiosprecher verkündet den heißesten Tag des Sommers. Es soll der schönste in diesem Jahr werden. Für HANNA fängt er schon morgens beschissen an: Es ist ihr 35. Geburtstag, sie sitzt beim Frauenarzt und erfährt, dass sie wieder nicht schwanger ist. Der Arzt macht Hanna Mut. Ihre Temperatur ist optimal - 37° Grad - der perfekte Zeitpunkt, um es noch einmal zu versuchen.
Reif zur Befruchtung fährt sie nach Hause zu ihrem Lebensgefährten ROBERT, mit dem sie eine gut funktionierende Lifestyle Beziehung führt. Doch der 42-Jährige Anwalt ist schon beschäftigt – mit einer anderen Frau, die in einer Sexschaukel von Hannas Wohnzimmerdecke baumelt.
Hanna läuft davon - was sie immer tut - und landet in einem Fluss. Ein mehr als halbherziger Selbstmordversuch, der sie triefendnass an den Schalter einer kleinen Filialbank spült. Sie will das gemeinsame Konto plündern, aus Trotz, aus Rache oder um irgendwo ein neues Leben anzufangen. So genau, weiß sie das selbst nicht und bevor sie es herausfindet, ist Hanna mitten drin: BEN, GEORGE und TOBI überfallen die Bank. Die drei sind das, was Hanna sozial gescheitert nennt und nicht gerade Profis in Sachen Bankraub. Die Aktion geht dementsprechend schief. Um überhaupt noch aus der Sache raus zu kommen, brauchen die Jungs eine Geisel und nehmen Hanna mit.
Kein guter Schachzug, denn Hanna entpuppt sich als „schlechte“ Geisel. Sie hat keine Angst, nichts zu verlieren, weiß alles besser und macht keinen Hehl daraus, dass sie die Jungs für Loser hält. Bald hat das Räuber-Trio nicht nur eine quengelige Geisel und einen leeren Geldkoffer am Hals, sondern auch die Polizei, einen Ex-Knacki und eine Bande Drogendealer, die ihr Geld gewaltsam einfordern. Hanna ist die Situation der Jungs egal, auch, dass die drei den Bankraub nur gemacht haben, um Tobis Drogenschulden zu bezahlen. Sie hat nichts mit den Pseudo-Kriminellen gemein und will so schnell wie möglich in ihr altes Leben zurück.
Als sie dort ankommt, ist aus dem Opfer Hanna plötzlich eine Täterin geworden. Sie wird verdächtigt, Roberts Sexgefährtin aus Eifersucht entführt, wenn nicht gar ermordet zu haben. In Panik flüchtet sie und macht dadurch alles noch schlimmer. Weil sie nirgends mehr hin kann, geht sie zu den Bankräubern zurück, die sie nur widerwillig aufnehmen. Mit Hilfe der Jungs findet Hanna schließlich die tot geglaubte Frau und eine Liebe, die man vielleicht erwachsen nennen kann. |