Florian Öller

E-Post

 

 

 

2008

DUNKELROT
gewinnt in der Kategorie Kurzfilm
Filmfestival Max Ophüls 2008

 

2004

Freier Autor

Entwicklung einer TV-Reihe mit Jörg Hube

 

 

2003

Autor für Franz Xaver Bogner

Mitarbeit in der Entwicklung von München 7

 

 

2001 - 2002

Angestellter in einem Beratungsunternehmen

in München, Hamburg, Berlin, Zürich und Wien

 

 

1999 - 2000

Granada Media PLC

Junior Producer / Development Executive in Köln, Berlin und London

 

 

1998

Erwig & Partner Film GmbH, Volontär

Tele München Gruppe, Lektor

Abitur

 

 

1995 – 1997

Modern Media GmbH

Hilfstätigkeiten und Praktika

 

Zeit der Frösche

 

Eine einzelgängerische Kommissarin überschreitet alle Grenzen, um ihren vermissten Patensohn zu finden. Als sie den Jungen aufspürt, ist er beinah verloren. Um ihn zu retten, muss sie ihm zeigen, was er nicht kennt: Den Weg zu seinem Herz.

 

Ein Angelausflug von VERA (42) und ihrem Patenkind JONAS (12), der stets von seiner Ratte begleitet wird, findet durch einen Anruf sein vorzeitiges Ende. Ihr Vorgesetzter RASCHER (52) ruft sie in den Dienst. Als Ermittlerin der Sonderfahndung leitet sie ein Verhör. Die Nacht nach der listigen Überführung eines Doppelmörders verbringt sie mit ihrem Geliebten MAHLER (38). Zur gleichen Zeit flüstert Jonas dem Mädchen MARIE (16) während einer Schulparty etwas ins Ohr. MAX (16) stellt den Jungen daraufhin zur Rede.

Veras Erholung währt indes nur kurz. Ein blutverschmierter Pullover ist in der Altkleidersammlung entsorgt worden. Bislang gibt es keine Vermisstenmeldung, aber Rascher glaubt an die Fortsetzung einer Mordserie an Mädchen. Vera hingegen fühlt sich an Jonas erinnert, der während ihrem Angelausflug solch einen Pulli trug. Die Hoffnung, den Jungen bei seinen Eltern ENZO (60) und MAJA (48) anzutreffen, erfüllt sich nicht. Jonas verbringt das Wochenende mit einer Nachbarsfamilie und ist nicht erreichbar. Vera misstraut dem Frieden und startet Ermittlungen, ohne sich jemandem mitzuteilen. Die Gespräche mit Jonas’ Großmutter ANNA (74) und SACHOW (55), einem der Familie zugewandten Mafia-Mitglied, bringen kein Ergebnis. Ihre Sorge schwindet erst, als die tatsächliche Trägerin des Pullis gefunden wird. Marie wurde erschlagen. Vera kann den vermeintlichen Täter stellen, der Geld für die Freilassung des Mädchens erpressen wollte. Doch kurz darauf weiß sie, dass der Erpresser ein Trittbrettfahrer war. Und der Pulli doch nicht Marie gehört hat.

Als die Nachbarn ohne den Jungen zurückkehren, wird ein Verbrechen an Jonas immer wahrscheinlicher. Der Junge hatte sich vor ihrer Abreise entschuldigt. Maja hat Angst, dass die Situation durch die Einbindung der Polizei eskaliert. Sie bittet Vera, die Ermittlungen alleine fortzusetzen. Max, den sie besucht, weil er öfter mit Jonas zu tun hatte, kann ihr nicht weiterhelfen. Als sie nicht mehr weiter weiß, sieht sie sich gezwungen, die Fahndung einzuleiten. Ihre Erschöpfung treibt sie zu Mahler, doch er kann ihr keine Ruhe schenken. Mit seinem Verlangen nach einer verbindlichen Beziehung setzt er sie unter Druck. Vera verschweigt die eigene Not. Ihr Konflikt läuft aus dem Ruder. Mahler trennt sich von ihr.

Fiebrig sucht Vera Jonas’ verzweifelten Vater Enzo auf, der ihr ein Geheimnis verrät. Der Junge ist hochintelligent, aber gefühlskalt. Jonas ist vermutlich Autist. Vera reagiert verwirrt. Aber als sie erfährt, dass auf Maries Leiche Rattenhaare gefunden wurden, lüftet sich der Schleier: Jonas ist nicht das Opfer, sondern wahrscheinlich der Täter. Sie stellt Maja zur Rede. Nach ihrer Auseinandersetzung fahren sie gemeinsam in Sachows Wohnung, wo Jonas im Kreise von Anna und Sachow weilt. Sie erklären Vera, dass der Junge nach der Schulparty mit blutverschmiertem Pulli nach Hause kam und schwieg. Maja bat Sachow und Anna um Hilfe. Gemeinsam versteckten sie Jonas. Weil jede Stunde mit ihm besser ist als eine ohne ihn, ganz gleich, was er getan hat. Vera soll seinen Aufenthaltsort verschweigen. Aber sie kann und will an der Intrige nicht teilnehmen. Sie muss erfahren, was passiert ist.

Auch im Verhörraum funktioniert für Jonas die Welt kalt und logisch. Ein Mörder wird benötigt, und er übernimmt die Rolle pflichtgemäß. Sein Verhalten treibt Vera zu Tränen. Ihre Trauer berührt Jonas und verschafft ihm Einblick in eine für ihn neue Welt. Jonas reagiert, womöglich das erste Mal in seinem Leben, auf einen emotionalen Impuls und erzählt die Wahrheit. Er forderte am Tatabend von Max eine Gegenleistung für die Nachhilfestunden und wollte ihm und Marie beim Geschlechtsakt zusehen. Als das Mädchen Jonas entdeckte, eskalierte die Situation. Max flieht. Jonas traf Marie mit einem Stein am Kopf. Max floh. Um die Ordnung wieder herzustellen und das Abitur des bereits strafmündigen Max nicht zu gefährden, tötete Jonas Marie. Vera verlässt das Verhör müde und geschlagen und übergibt Jonas an Rascher.

Tage später trifft sie sich mit ihren Vorgesetzen. Sie zieht gerade bei Mahler ein - jeder Mensch braucht Wärme. Auch sie. Was mit Jonas ist, fragt Rascher zuletzt. Und Vera antwortet, dass sie sich wieder sehen werden.