Dinah Politiki

Tel.: 0711/8060539

dipolitiki@web.de

 
 

Ausbildung

1982 – 1986: Studium (Germanistik, Philosophie und Theaterwissenschaft) in München

1986 – 1989: Schauspielausbildung in München

 

 

Berufserfahrung

1983 – 1989 freie Mitarbeiterin beim Bayerischen Fernsehen in München

Seit 1995: als Sprecherin für den BR und den SWR tätig

Seit 2003: Dozentin an der Akademie für darstellende Kunst in Ulm

 

 

Schauspielengagements (1989 – 2004)

Studiotheater Stuttgart

Altes Schauspielhaus Stuttgart

Komödie im Marquardt in Stuttgart

Burgfeststpiele Bad Vilbel

E.T.A.-Hoffmann-Theater in Bamberg

Vogtlandtheater in Plauen

Theater der Stadt Aalen

 

 

Inszenierungen

Das Herz eines Boxers, Bamberg

Der kleine Prinz, Bamberg

Du bist meine Mutter, Bamberg

 

 

Drehbücher

2004 „Der Stein“ Drehbuchwerkstatt München

2004 „Fremd Geliebt“, Treatment, Drehbuchwerkstatt München

1996 „Ohne sie fängt die Vorstellung nicht an“ Kurzfilm, Drehbuchwerkstatt München

 

 

Auszeichnungen

Berganzapreis 2000

Preis bei den 17. Bayerischen Theatertagen für die Darstellung der Anni Wilkes in Misery

 
 

DER STEIN

 

 

Der Stein ist die Geschichte eines fünfzehnjährigen, türkischen Mädchens, das ebenso eigenwillig wie sensibel ist und voller Träume, ihre Zukunft und ihr Leben betreffend. Sie gerät in Konflikt mit ihrer Familie – vor allem mit ihrem Vater, der sich Sorgen macht um seine Tochter.

 

 

Sayme – so heißt die Heldin der Geschichte - steigt nachts heimlich aus dem Fenster und in ein Freibad ein. Im Freibad verliebt sie sich - in Tommi (16). Eine Polizeistreife wird auf die nächtliche Badeparty aufmerksam und Sayme und Tommi werden beim Fluchtversuch von einem der Polizisten geschnappt. Als Sayme von der Polizei zu Hause abliefert wird, verprügelt ihr Vater, der auf keinen Fall Probleme mit der Polizei bekommen will, sie dermaßen, dass ihre Mutter sie ins Krankenhaus bringen muss.

 

Sayme und Tommi sehen sich wieder – zunächst bei einem Theaterbesuch, den Sayme mit ihrer Schulklasse unternimmt. Ab jetzt trifft sie Tommi heimlich. Sie düst zusammen mit ihm auf dem Fahrrad durch die Stadt, oder fährt nachmittags zu ihm nach Hause. Sie weiß nicht, dass ihr Cousin, sie mit Tommi gesehen hat und ihr seitdem nachspioniert.

Im Garten von Tommis Eltern veranstaltet Sayme mit Freunden eine Fete mit Modenschau. Tommi photographiert die Show. Saymes Cousin lauert Tommi auf, schlägt ihn zusammen und klaut ihm die Photos.

 

Als Saymes Vater die Photos, unter denen eines ist, dass Sayme halbnackt zeigt, zu sehen bekommt, bricht für ihn eine Welt zusammen. Er bestraft Sayme auf unvorstellbar furchtbare Weise: ein Stein wird auf dem Herd erhitzt und Sayme mit Gewalt in den Mund geschoben.

Sayme kann ihrem Vater nicht verzeihen – aber sie liebt ihn, trotz allem. Sie ist zerrissen zwischen dem  Wunsch, sich zu befreien und ihren Wurzeln, die sie in sich spürt, und die sie sich nicht aus dem Herzen reißen kann.

Eines Tages steht Sayme vor Gericht und soll aussagen gegen ihren Vater und gegen ihre Familie. Sie muss sich entscheiden.

 

Der Stein ist eine Befreiungsgeschichte, die – ganz anders als „Gegen die Wand“, nicht aus einer Radikalität herrührt, sondern aus einer scheinbar harmlosen Alltäglichkeit heraus entsteht und von der Zerrissenheit erzählt und vom Recht auf Zerrissenheit, das dieses türkische Mädchen hat, das da aufgebrochen ist, um sich zu befreien.